Rosengarten2005 – Keramik zum Träumen

~ Esmeraldas Gartengeschichten ~​

Esmeralda

Esmeralda war ein sehr aufgewecktes Elfchen, das die Natur liebte. Sie mochte jede einzelne Pflanze, jede Tierart; ja sogar Spinnen.
Sie trug eine grüne Schürze, und ihre schönen, roten Haare hingen in zwei Zöpfen über ihren Rücken.
Wenn man sie so ansah, konnte man einfach nur lächeln. Sie strahlte eine Wärme aus, die alle sofort glücklich machte. Dies lag daran, dass sie von Grund auf eine sehr heitere Elfe war, die nur selten traurig wurde.
Diese kleine Elfe war nun auf der Suche nach einem neuen Heim. Esmeralda und ihr frecher Käfer Kunobert waren schon seit Tagen in den Ländereien unterwegs, um einen geeigneten Platz zu finden, an dem sie sich niederlassen konnten. Sie flogen zusammen dicht über wunderbare Rosenbüsche. Esmeralda mit ihrem großen Pusteblumensamen, und Kunobert konnte natürlich selbst fliegen.
Plötzlich steuerte das Elfchen auf den Boden zu, sie hatte etwas entdeckt. Sie schwebte mit ihrer Pusteblume durch die unzähligen Verzweigungen und kam schlussendlich auf einer kleinen Lichtung an. Sie war entzückt; das was Esmeralda sah, war einfach wunderschön. Vor ihr stand ein großer Fliegenpilz, der gleichzeitig auch eine Hütte war.  Um diesen Pilz wuchsen die schönsten Pflanzen, die Esmeralda je gesehen hatte. Überall sprossen prächtige Büsche, Bäume und farbenfrohe Blüten. Ein unbeschreiblicher Duft lag in der Luft. Zwar war alles sehr verwildert und es musste ein wenig Ordnung geschafft werden, aber es war einfach nur das perfekte Heim. Auch Kunobert schien es hier zu gefallen. Er flog aufgeregt von einer Blume zur anderen, und hier und da ließ er sich kurz nieder, um eine saftige Blattlaus zu verspeisen. Jaja, es war schon praktisch, einen Marienkäfer als Freund zu haben, der sich von Blattläusen ernährte. 
Esmeralda ging ein bisschen näher auf die Hütte zu; sie sah, dass die Tür ein wenig offen stand. Vorsichtig linste die Elfe in das Heim hinein. Es schien nicht so, als würde hier noch jemand wohnen. Auf den Schränken lag Staub und es waren keine Gegenstände in den Regalen. Das erfreute Esmeralda sehr, denn sie fühlte sich in dieser Hütte und ganz besonders in diesem wunderschönem Garten zuhause. Esmeralda seufzte und ließ sich auf eine hölzerne Bank in ihrem neuen Garten fallen. Sie atmete tief durch und roch den Duft der unzähligen Blumen. Zufrieden und glücklich schloss sie ihre Augen und ließ warme Sommerstrahlen auf ihrem Gesicht tanzen. Endlich zu Hause …

Luzie und Albert

Luzie war eine besondere Schnecke, die man so nicht alle Tage trifft. Sie sah anders aus, als alle ihre Freunde, was sie oft sehr traurig machte. Die Schnecken, die Luzie noch nicht kennen und sie zum ersten Mal sehen, schauen sie immer komisch an. Manchmal wurde Luzie auch ausgelacht und das nur, weil ihr Häuschen anders war – nämlich rot mit schwarzen Pünktchen.

Wie so oft kroch Luzie von Blatt zu Blatt in dem großen Salatbeet. Vor kurzem hatte es geregnet, so dass die Luft noch nach feuchtem Moos roch. Sie liebte den warmen Sommerregen über alles. Sie war gerade auf einem besonders großem Salatblatt angekommen, als sie etwas bemerkte. Es war kleiner als Luzie und rund wie eine Kugel. Doch das war es nicht, was das Schneckenmädchen interessierte. Der kleine Ball, der vor ihr lag, sah aus wie sie. Er war rot, mit schwarzen Pünktchen. Augenblicklich schlug ihr Herz schneller, gab es vielleicht auch noch andere auf der Welt, die so besonders waren wie sie? Das vor ihr bewegte sich und öffnete seine kugelrunden Augen. Luzie erkannte schnell, dass es keine Schnecke sein kann. „Wer bist du?“, fragte sie aus diesem Grund mit sanfter Stimme. Das Wesen blickte sie erstaunt an und sagte, „Ich bin Albert, der Marienkäfer. Du bist eine Schnecke, oder? Ich habe euch schon oft gesehen, doch so jemandem wie dir bin ich noch nie begegnet. Du gefällst mir.“ Luzie lächelte. „Ich bin Luzie und wie du sehen kannst bin ich anders. Aber du bist auch anders.“. Der Käfer grinste und schüttelte den Kopf. „Von mir gibt es viele, wir sehen alle gleich aus, doch du bist etwas ganz besonderes. Ich mag dein Aussehen, Du passt zu mir.“ Die Schnecke lächelte, endlich hatte sie jemanden gefunden, der ihr ähnlich war und sie so mochte, wie sie war. Nun wusste sie, dass sie nicht allein auf der Welt war mit diesem Aussehen und dass es noch andere gab, die auch so waren wie sie. Glücklich wandte sie ihr Gesicht der Sonne zu und genoss ihre warme Strahlen. Sie war glücklich …

Esmeraldas Bienentränke

Sonnenstrahlen kitzeln meine Nase. Von draußen höre ich Vogelgezwitscher und das Brummen von zahllosen Insekten.
Müde reibe ich mir die Augen und schwinge meine Beine aus dem Bett. Verschlafen schlurfe ich in meine kleine Küche und blicke aus dem Fenster. Draußen blühen die schönsten Blumen. An manchen Bäumen und Sträuchern sind auch schon die ersten, kleinen Früchtchen zu entdecken. Ich gehe hinaus und klettere durch das Gebüsch an einen schönen, sonnigen, windgeschützten Platz. Dort finde ich gleich, wonach ich suche – meine tolle Bienentränke.
Diese habe ich aufgestellt, da die Insekten verschwinden, wenn es heiß wird. Doch so können die Hummeln, Bienen und viele andere in meinem Garten immer ihren Durst stillen.
Ich gehe mit der Bienentränke zurück zur Hütte. Auf dem Weg dorthin schweift mein Blick nochmal über den schönen Garten. Rechts stehen saftige, rote Erdbeeren, von denen ich schnell eine stibitze. Diese Früchte habe ich natürlich auch den Insekten zu verdanken. Schließlich sind die Brummeltierchen nicht nur Futter für Vögel, sondern bestäuben auch den Großteil unserer Obst- und Gemüsepflanzen.
Zurück im Haus, spüle ich die Bienentränke mit heißem Wasser aus, dass auch ja keine Keime darin blieben, die den Insekten schaden könnten. Zum Schluss kommt frisches Wasser hinein. Dies darf nicht zu hoch stehen, denn sonst ertrinken die kleinen Tierchen.
Zufrieden mit dem Resultat spaziere ich wieder hinaus in den Garten und hänge die Bienentränke wieder auf. Jetzt würden die kleinen Tierchen sich sicher freuen. Die Insekten kennen die Wasserquelle schon, da ich die Tränke schon vor einigen Wochen aufgestellt habe.
Ich wende mich meinem, von bunten Blumen übersäten Garten zu, schließe die Augen und horche den Stimmen der Natur. Vögel zwitschern, Hummeln brummen, und hier und da ist auch das Trommeln eines Spechtes zu hören. Augenblicklich wird alles ruhig in mir. Ach ja, die Natur mit all ihren Tierchen und Pflanzen ist der beste Ort um zu entspannen, aber auch um jeden Tag Neues zu entdecken.

Jedem Garten wohnt ein Zauber inne – auch Deinem …

Feinschmecker-Tipp: Am liebsten mögen Bienen Wasser mit „Geschack“. Der Geschmack kann von im Wasser liegenden Steinen kommen, vom Moos an dem noch etwas Erde hängt oder von einer Messerspitze Heilerde.

Du hast noch keine Insektentränke? Dann findest Du hier vielleicht genau das Richtig für Dich …

Meine neue Insektentränke

Eine neue Freundin

Wie so oft sitze ich auf meinem Bänkchen in meinem wunderbaren Garten. Lächelnd schaue ich mich um. Ich entdecke ein schönes Rotkehlchen auf einem Baum und als ich auf den Boden schaue, fällt mir ein süßes Mäuschen auf, das flink über den Boden huscht.

Plötzlich sehe ich eine dicke Glitzerspur. Das muß ich mir näher anschauen. Die Spur führt um meine kleine Hütte herum. Langsam folge ich dem Glitzer und schleiche um das Haus. Da entdecke ich etwas großes, rosanes mit braunen Punkten auf dem Boden. Es sieht aus wie ein großer, angemalter Stein. Vorsichtig gehe ich näher und stupse das, was da auf der Erde liegt, an. Augenblicklich zuckt der rosa Stein, und etwas kriecht unter ihm hervor. Puh, habe ich mich erschreckt, doch keine Sekunde später beruhige ich mich wieder. Vor mir liegt gar kein Stein, es ist nur eine wunderschöne, große Schnecke! „Hallo meine Freundin.“, flüstere ich zu der Schnecke, „Ich heiße Esmeralda. Und wer bist du, hm?“ Ich streiche sanft über den Kopf der Schnecke. Diese läßt sich verträumt von mir kraulen. „Wie wäre es, wenn wir dich Fernanda nennen?“, frage ich sie. Zufrieden nickt das Tier mit dem Kopf.

Glücklich lache ich und lege mich zu meiner neuen Freundin auf den Boden. Ich blicke hinauf zum Himmel und beobachtete gemeinsam mit Fernanda die schönen Schäfchenwolken. Einmal mehr freue ich mich über diesen wunderbaren Garten, denn hier kann man die besten Freundschaften schließen und die interessantesten Tiere entdecken. Ich schließe meine Augen und lausche den Stimmen der Natur. Alles wird ruhig in mir und bin ganz entspannt. Glücklich schlafe ich ein…

Das Luftballonfest

Schon früh am Morgen, als es noch dämmert, wuseln die ersten Elfchen und Tierchen im Rosengarten2005 umher. Alle freuen sie sich auf den heutigen Tag. Wie jedes Jahr am 31.07. wird ein Fest gefeiert. Ein Fest, auf welches man sich nur freuen konnte.
Am Mittag kommen alle Bewohner auf die große Lichtung in der Mitte des Rosengartens. Alle staunen sie, denn überall ist es herrlich geschmückt. Man lacht viel und übergibt seinen Freunden und Familienmitgliedern wunderschöne, bunte Luftballons. Hier und da werden auch neue Bekanntschaften gemacht und neue Freundschaften geschlossen. Es gibt niemanden, der hier unglücklich ist, denn dieses Fest ist dazu da, einmal im Jahr all seine Sorgen zu vergessen. Freunde die sich gestritten hatten, versöhnen sich wieder. Tierchen, die auf Grund ihres Aussehens ausgelacht wurden, lachen glücklich mit ihren Freunden.
Als es langsam Abend wird, nehmen ein paar Elfchen und Tierchen am großen Luftballonsteigen teil. Es ist der Höhepunkt des Luftballonfestes. Sie nehmen die Seile der besonders großen Ballons in die Hand. Ein leichter Wind weht und schon heben sie ab und schweben gemeinsam über die Ländereien. Es ist ein atemberaubendes Gefühl, die Elfchen und Tierchen fliegen an Rosenblühten vorbei über große, schimmernde Seen. Die restlichen Bewohner des Rosengartens jubeln zu ihnen hinauf. Alle sind sie glücklich und befreit von all ihren Sorgen…
Die Bewohner des Rosengarten2005 wünschen allen ein schönes Luftballonfest und hoffen, dass euer Kummer für einen Tag davon schwebt.

 

Luftballonfest (1)

Eine Schaukel zum Träumen

Verträumt blickte ich auf den See, nicht weit von meiner Hütte. Riesige Libellen schwirrten über den Teich und wunderschöne Seerosen zierten die Wasseroberfläche. Hier und da hörte man es quaken. Es war ein so schöner Ort.
Auf einmal kam mir eine Idee. Ich wünschte mir schon so lange eine Schaukel. Ich könnte eine am Ufer anbringen, dort wuchs ein alter Baum. Es wäre einfach nur himmlisch. Schnell huschte ich in den nahegelegenen Wald und suchte mir ein stabiles Brett. Ich fand schnell eins und lief aufgeregt in meine Hütte um ein Seil zu hohlen. Mit diesen Sachen ging ich wieder hinaus in den Garten und setzte mich an meinen Gartentisch. Konzentriert verknotete ich das Tau mit dem Brett. Nach ein paar Minuten hielt ich eine wundervolle Schaukel in der Hand. Fröhlich spazierte ich an den See und schaute mich nach einem geeigneten Ast um. Ich fand ihn bald.
Nach einer Weile war die Schaukel mit dem dicken Ast verbunden. Glücklich schaute ich mein Werk an. Ich ließ mich darauf nieder und blickte zufrieden auf den Teich. Es war der perfekte Platz zum Träumen …

Hier gibt es eine Schaukel für Dich.

14.08.2020 18.00 Uhr

Frühlingserwachen

01.03.2021